Wagenübergangsplan

Wagenübergangsplan

Wagenübergangsplan. Ebenso wie durch den Bahnhofbedienungsplan (s.d.) die Beförderung der mit den einzelnen Zügen ankommenden und abgehenden Güterwagen nach und von den einzelnen Bahnhofbezirken und Gleisen geregelt und zeitlich festgesetzt wird, bestimmt der W. die Züge, auf die die mit den einzelnen Zügen ankommenden Wagen im Durchgangsverkehr durch den Bahnhof zur Weiterbeförderung zu überführen sind. Die Übergangsstationen, die diesen Wagenübergang von Zug zu Zug vermitteln, haben den W. auf Grund des § 43 der Beförderungsvorschriften aufzustellen und beim Fahrplanwechsel nach Bedarf zu erneuern (s. Bahnhofdienstanweisung). Zugüberlastungen, Zugverspätungen und sonstige Unregelmäßigkeiten können häufig zu Abweichungen vom W. führen. Es ist aber nötig durch den W. eine Regel aufzustellen und diese der Weiterbildung des Fahrplans zu grunde zu legen. Dabei ist da hin zu wirken, daß die Stationen nicht schon aus geringfügigem Anlaß in die Lage versetzt werden, Züge ohne die ihnen zugewiesene Belastung oder mit von den Vorschriften abweichender Belastung ablassen zu müssen (s. Ztg. d. VDEV. 1918, S. 308), denn es ist zu berücksichtigen, daß Güterzüge nicht in demselben Umfange, wie es im Personenverkehr üblich ist, auf das Eintreffen der Anschlußfrachten warten können (s. Wartezeiten). Dies würde den Dienst der Lokomotiven und der Zugpersonale und damit die Durchführung des Fahrplans zu sehr erschweren, gleichzeitig aber die Wirtschaftlichkeit des Betriebs in hohem Maße beeinträchtigen. Besonders im Massenverkehr ist der Weiterlauf der Wagen auf den Verschiebebahnhöfen mit dem nächsten Anschlußzuge vielfach nicht gewährleistet, aber auch nicht von erheblicher Bedeutung, weil für diesen Verkehr häufige Beförderungsgelegenheit vorhanden zu sein pflegt.

Breusing.


http://www.zeno.org/Roell-1912. 1912–1923.

Игры ⚽ Нужно решить контрольную?

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Bahnhofbedienungsplan — Bahnhofbedienungsplan. Auf Bahnhöfen, auf denen die Güterwagen durch besondere Verschiebelokomotiven zur Be oder Entladung bereitgestellt werden, wird zweckmäßig durch Vereinbarung zwischen Station und Güterabfertigung für die Gültigkeitsdauer… …   Enzyklopädie des Eisenbahnwesens

  • Bahnhofdienstanweisung, -ordnung — Bahnhofdienstanweisung, ordnung, umfaßt die Regelung des Zug , Signal und Verschiebedienstes, des Verkehrs auf den Bahnsteigen, den Zufuhrswegen und Ladestraßen sowie die Handhabung der Bahnpolizei innerhalb des Bahnhofsbereichs. Umfangreiche… …   Enzyklopädie des Eisenbahnwesens

  • Wagendienst — (carriage service; service de wagons; servizio di vagoni). Die zur Beförderung der Personen und Güter erforderlichen Eisenbahnwagen werden in der Regel von den Eisenbahnen selbst vorgehalten. Nur ausnahmsweise und unter bestimmten Bedingungen ist …   Enzyklopädie des Eisenbahnwesens

  • Wartezeit, Zuwartezeit — Wartezeit, Zuwartezeit. Bei Aufstellung des Fahrplans (s.d.) gehört es zu den wichtigsten Aufgaben, die dem Personenverkehr dienenden Züge der sich berührenden Bahnstrecken (s. Anschlußbahnen) so zum Zusammenschluß (train connection;… …   Enzyklopädie des Eisenbahnwesens

  • Zugverspätung — (delay of train; retard d un train; ritardo di un treno), gegenüber dem Fahrplan eintretende Verzögerung in der Durchführung einer Zugfahrt. Auf die Bedeutung und Notwendigkeit pünktlicher Betriebsführung ist im Aufsatz: Betriebssicherheit… …   Enzyklopädie des Eisenbahnwesens

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”